Früher? Heute? Einfach? Morgen?

Es ist schon seltsam wie sich Gewohnheiten und Ansichten im Laufe der Jahre so ändern. Natürlich kommt das auch daher das man mit einem festen Job mehr Geld hat, aber es geht dabei nicht nur um Geld. Wovon ich rede? Von Software und Musik!

Früher haben wir doch einen Dreck darum gegeben, ob Software und Musik etwas gekostet haben. In meiner Windows-Zeit habe ich (wie so viele andere wohl auch) mich nicht darum gekümmert, ob Software oder Musik etwas gekostet hat. Irgendwo ist man immer kostenlos daran gekommen. Von Amiga-Zeiten mal ganz zu schweigen!

Man hat sich auch keine Gedanken gemacht, ob jemand viele Stunden und Tage, Arbeit und Mühe investiert hat um ein Stück Software zu Programmieren und in Stand zu halten. Oder das Musik tatsächlich einen Wert hätte. Musik, genau so wie Software, war einfach und billig (bzw. kostenlos) zu besorgen und warum sollte man auch dafür bezahlen? Nun, bei mir das hat sich mittlerweile grundlegend geändert.

Angefangen hat es mit Musik. Irgendwann dachte ich „Was will ich mit diesen schlechten Kopien, ich will das Album im Schrank stehen haben!“. In dem Moment hab ich aufgehört mir Musik aus irgendwelchen dubiosen Quellen aus dem Internet zu laden. Ich lade zwar mittlerweile wieder aus dem Internet herunter, jedoch sind iTunes und Amazon meine „Dealer“ und ich bezahle brav dafür! Das ging dann auch mit Filmen so, nur an Software habe ich lange gehangen.

Und hier hat mich Apple „bekehrt“. Seit meinem ersten iPhone habe ich mir (so gut wie 😉 ) keine Software mehr kostenlos „besorgt“. Selbst mit einem Jailbreak habe ich immer brav für meine Apps gezahlt.

Mittlerweile ist gehackte Software auf meinem Mac kein Thema mehr. Wenn etwas gut ist und es kostet Geld, dann bezahle ich das! Auch die ein oder andere Spende ist schon an Entwickler gegangen, weil sie Software kostenlos oder für einen unverschämt günstigen Preis verkauft haben. Ein Beispiel ist z.B. Instapaper. Ich liebe diesen Dienst und habe zahle mittlerweile einen Dollar pro Monat an den Entwickler Marco Arment. Bräuchte ich nicht, aber ich möchte Marco unterstützen für die fantastische Arbeit die er leistet!

Und hier kommen wir zu einem Punkt, den die Verwerter-Industrie und die ganzen ACTA-Heinis anscheinend nie verstehen werden. Das alles ist nur möglich, weil es einen einfachen Weg gibt an diese Dinge heran zu kommen und zu bezahlen! iTunes hat einen ganzen Markt revolutioniert! Wie viele Menschen die vorher wie ich Musik einfach nur heruntergeladen haben, zahlen mittlerweile dafür? Mit Streaming-Diensten wie Rdio, Spotify, Simfy etc. wird mittlerweile viel Geld umgesetzt. Geld was die Film-Industrie oder Produzenten von TV-Serien z.B. noch fast komplett links liegen lassen und sich statt dessen immer weiter beschweren wie schlimm doch die Raubkopierer sind.

Liebe Industrie, es gibt eine ganz einfache Lösung für euer Problem: Lasst uns an Inhalte einfach und schnell heran kommen! Ein neue Folge „Game of Thrones“ ist da? Dann lasst mich die doch direkt anschauen! Ihr bringt einen Film ins Kino der mich zwar interessiert, wo mich das Erlebnis Kino nicht reizt? Lasst mich den Film direkt leihen! Ich bezahle dafür! Usw., usw., usw….

Leider wird statt dessen immer stärker Lobby-Arbeit betrieben um den Zugang zu diesen Dingen noch schwerer und komplizierter zu machen. Wacht auf, Ihr werde nie verhindern können, dass Inhalte kopiert werden. NIE!!! Statt eventuelle Kunden zu kriminalisieren solltet Ihr ihnen eine einfache Möglichkeit geben für Inhalte zu bezahlen! Der kleine Teil der kostenlos an eure Dinge heran kommt, lasst ihn einfach links liegen und ignoriert ihn. Denn Ihr könnt es nicht verhindern. Konzentriert euch doch mal ausnahmsweise auf die Menschen die für eure Inhalte bezahlen wollen und es nicht können…

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