Ich hasse iTunes!

Was habe ich schon gekotzt wegen diesem Drecks-Programm… Ich versteh es nicht. Wie kann Apple so geniale Devices mit perfekt laufender Software bauen, wenn sie auf der anderen Seite ein Programm als Schnittstelle zum Rechner vorgeben, welches schlimmer kaum sein kann?

iTunes hat mich schon mehr als einmal Nerven gekostet, ich weiß schon gar nicht mehr wie oft ich den Rechner am liebsten aus dem Fenster schmeißen wollte. Dabei waren meine ersten Erlebnisse eigentlich recht positiv! Ich hab mir die Software einfach mal herunter geladen um zu schauen wie das so funktioniert, noch bevor ich überhaupt irgend ein Apple Device hatte. Der Windows Media Player ist eine einzige Katastrophe wenn es darum geht, Musik zu verwalten (in meinen Augen). Das ging einmal sogar soweit dass mir der Media Player die Tags ganzer Alben umgeschrieben hat und ich Tage gebraucht habe um das wieder in Ordnung zu bringen…

Aber zurück zu iTunes. Zunächst war ich wirklich angetan von dem Programm und hab es dann auch tatsächlich als Programm zum Verwalten meiner Musik-Bibliothek genutzt. Playlisten anlegen und verwalten, alles erstaunlich einfach. Dann kam mein erster iPod, ein iPod Classic mit 80 GB mit dem ich sehr zufrieden war und immer noch bin obwohl ich ihn so gut wie nicht mehr einsetze. Aber hier fingen dann schon so langsam die Probleme an…

Der Rechner den ich damals eingesetzt habe, könnte man ruhig als alt und langsam bezeichnen. Es war z.B. unmöglich den Virenscanner laufen zu lassen und gleichzeitig etwas anderes zu arbeiten. Entweder das eine oder das andere aber nicht beides. Auf diesem Rechner iTunes laufen zu lassen war, ich sag mal “eine Herausforderung für Mensch und Maschine”. Dann hab ich mir Mitte letzten Jahres einen Laptop gekauft und wollte meine Musikbibliothek irgendwie von dem alten Rechner übernehmen. Nach einer Woche Quälerei hab ich es dann aufgegeben. Es war nicht möglich. iTunes hat plötzlich so viel Probleme gemacht, dass es unmöglich war hier noch etwas raus zu holen. Also: alle runter schmeißen und neu aufsetzen. Ich hatte ca. 15 ausgiebige Playlists per Hand angelegt und das noch mal neu zu machen… Ich hätte kotzen können.

Zwischendurch kommen ja auch immer wieder Aktualisierungen heraus. Jedes “normale” Programm stellt ein kleines Update bereit, nur iTunes nicht. iTunes muss bei jedem Update grundsätzlich komplett herunter geladen werden. Hallo? Ich habe eine 384er DSL-Leitung zu Hause da dauert das Herunterladen von 100 MB schon mal gute 2 Stunden…

Dann kam der Umstieg auf Windows 7 und was soll ich sagen? Wieder alles auf Anfang. Dann musste ich zwischendurch Windows noch mehrfach neu aufsetzen (was meist auf meine Kappe ging…) und natürlich war das jedes Mal mit einem neuen Aufsetzen von iTunes verbunden. Irgendwann hatte ich die Schnauze voll und hab mir einfach keine eigenen Playlists mehr angelegt, sondern ließ ausschließlich die Genius-Funktion das übernehmen, es hatte ja eh kein Sinn. Das ging dann auch an und für sich sehr gut und selbst als ich Anfang des Jahres mein iPhone bekommen habe ließ sich das problemlos integrieren. Das einzige was mich ein bisschen störte, war die Geschwindigkeit von iTunes. Aber hey, dann mach ich halt noch was anderes während mein iPhone synct. Auch das Herunterladen von Updates war nervig aber auch hier hab ich zwischendurch einfach etwas anderes gemacht. Und dann? Dann kam das iPad…

Wer meinen Blog-Eintrag dazu gelesen hat weiß schon, dass es beim Nutzen meines iPad mit iTunes leichte Differenzen zwischen mir und iTunes gab… Was war passiert? Der erste Sync mit dem iPad verlief noch relativ problemlos, als ich aber die ersten Apps aufspielen wollte, gab es eine Fehlermeldung die da lautete: “Einige der Programme in Ihrer iTunes-Mediathek wurden nicht auf dem iPad installiert da mindestens ein Fehler aufgetreten ist.” Hä?!? Mindestens ein Fehler? Was soll das denn bedeuten? Dazu kam dann der Fehlercode (0xE8000022), und zwar bei jeder einzelnen App die ich aufspielen wollte.

Erster Instinkt? Google bemühen. Allerdings ist dieser Fehler in Verbindung mit dem iPad wohl noch nie aufgetaucht, jedenfalls hab ich nichts gefunden. Ein Eintrag in einem iPhone-Forum meinte aber man solle das iPhone Wiederherstellen. Also wollte ich das mit dem iPad genau so machen. Aber: Es muss natürlich erst einmal die Firmware neu herunter geladen werden. Wo iTunes schon mit seinen ca. 100 MB lange dauert, versucht mal eine Firmware von ca. 450 MB herunter zu laden…

Nun ja, auch das hinter mich gebracht und den Wiederherstellungs-Prozess gestartet. Was passiert? Das Sch…-Ding hängt sich auf! Kurz vor Ende tut sich plötzlich nichts mehr. 2 Stunden gewartet, nichts. Alles komplett abgeschossen, alles von vorne. Ergebnis: unverändert. Das iPad ist im Wartungszustand, lässt sich nicht benutzen und die Wiederherstellung schlägt fehl. Ich war am Boden zerstört.

Aber hey, ich hatte ja noch ein zweites iPad zu Hause (ebenfalls hier die genaueren Umstände die DAZU geführt haben 😉 ), also das Ganze mit dem 2. iPad noch einmal versucht und siehe da: Genau der selbe Fehler… Auch hier konnten die Apps nicht aufgespielt werden, auch hier gab es den Fehlercode (0xE8000022)! In diesem Moment bin ich dann auf die Idee gekommen, den Fehler eventuell nicht beim iPad, sondern bei iTunes zu suchen. Also Programm erneut herunter geladen, neu installiert und siehe da: Alles funktioniert reibungslos! Das iPad synct, die Wiederherstellung läuft innerhalb von 2 Minuten durch, ich hab mich gefühlt wie ein Schneekönig!

Nun sollte man ja meinen: iPad da, Sync funktioniert, iTunes läuft, alles Bestens? Mit Nichten… Das erste Problem was plötzlich auftauchte war, dass iTunes das iPad einfach mal für ein iPhone gehalten hat. Jep, kein Witz, das iPad wurde als iPhone angezeigt! Im ersten Moment hab ich mir nichts dabei gedacht, als aber nach dem Sync alle iPad-Apps runter geschmissen wurden, war ich doch ein bisschen angepisst. iPad abgezogen neu dran gesteckt und es ging wieder. Dieser Fehler ist mir aber zwischendurch immer mal wieder begegnet.

Ca. 2 Tage ging das alles gut, bis die Synchronisation des iPad immer länger gedauert hat. Das Backup hat dann zuletzt bis zu 20 Minuten gedauert. Und am Dienstag ist es dann wieder passiert: Fehler (0xE8000022), die Apps konnten nicht überspielt werden. Da war ich wirklich kurz davor den Rechner aus dem Fenster zu schmeißen. Aber schnell wieder beruhigt, ich wusste ja was zu tun war. iTunes neu aufspielen. Und was soll ich sagen? Danach lief alles wieder Butterweich, der komplette iPad-Sync incl. Backup dauerte nur noch 2 Minuten.

Und während ich diese Zeilen schreibe (ich kann es immer noch nicht wirklich fassen, dass das wirklich passiert…) passiert es wieder: Fehler (0xE8000022) beim iPad-Sync…


Ok, ich bin mir sicher, nach dem Neuaufspielen von iTunes funktioniert es wieder, aber wie soll es weiter gehen? Muss ich jetzt ernsthaft alle 2 Tage iTunes neu installieren? Das geht zwar recht flott aber das kann es doch nicht sein! Will mich iTunes einfach nur ärgern, oder kennt jemand ein ähnliches Phänomen? Der Sync mit meinem iPhone funktioniert “problemlos” (von der Geschwindigkeit mal abgesehen), nur beim iPad gibt es diese Probleme. Ja, ich habe die neuste iTunes Version, ich glaube mit einer Älteren geht funktioniert das iPad überhaupt nicht.

Und so wird mir wahrscheinlich mal wieder nichts anderes übrig bleiben, als iTunes erneut komplett von meinem Rechner zu löschen und neu aufzuspielen. Nicht nur iTunes deinstallieren und neu installieren. Dabei bleiben nämlich die Apps, Podcasts, Einstellungen und Playlists vorhanden. Nein, alles was irgendwie iTunes ist runter vom Rechner und alles neu aufspielen.

Liebe Apple-Leute: Ich liebe eure Hardware! Der iPod ist genial, das iPhone ebenso und mit dem iPad läutet Ihr gerade eine kleine Revolution ein. Warum bekommt Ihr es nicht genau so hin, ein Stück Software zu schreiben, was den Anwender nicht regelmäßig an den Rand eines Wutausbruchs führt? Wenn ICH schon solche Probleme habe, was macht dann erst der Otto-Normal-Verbraucher? Bitte, bitte, bitte lasst euch hier mal endlich was anständiges einfallen…

Doodle Jump

  Es gibt eine ganze Menge Spiele auf dem iPhone. Eines der besten Spiele überhaupt ist mit Sicherheit Doodle Jump.

Worum geht’s?

 Nun, die Spielfigur ist ein kleines, seltsam gezeichnetes Wesen welches sich „Doodler“ nennt. Hört sich seltsam an und ist es auch! Die Figur hat 4 Beine, ist rund und hat einen Rüssel. Das Ganze ist so aufgebaut, als hätte jemand schnell zwischendurch ein paar Kritzeleien auf einem College-Block hinterlassen. Der Hintergrund ist sogar exakt dieser College-Block! Ziel des Spiels ist es, so hoch wie möglich zu kommen.

Wie funktioniert es?

 Gespielt wird ausschließlich im Hochformat. Der Doodler springt von ganz alleine nach oben und es ist die Aufgabe des Spielers, ihn durch Neigung des iPhones nach links und rechts zu steuern. Dabei springt man von Plattform zu Plattform.

 Zwischendurch gibt es auch immer wieder Hilfsmittel die einen etwas schneller nach oben befördern. So gibt es relativ häufig Sprungfedern und Trampoline die die Sprung-Höhe entweder einmalig oder auch mehrmals ordentlich erhöhen. Außerdem gibt es einen Raketenrucksack und eine Propeller-Mütze, mit denen man einen größeren Teil des Weges auf einmal überbrücken kann.

 Neben Hilfsmitteln gibt es aber natürlich auch Hindernisse. Diese sind kleine (oder manchmal auch etwas größere) Gegner, die man entweder umgehen, oder im Stile eines Mario Bros. per Kopfsprung erledigen muss. Ab und zu fehlen die Plattformen auch komplett und man muss auf die Gegner springen. Tippt man auf den Bildschirm schießt der Doodler Geschosse aus seinem Rüssel, mit dem man die Gegner ebenso erledigen kann. Dann kann es wiederum auch durchaus mal sein, dass es ein Loch im Papier-Hintergrund gibt, in das man nicht stürzen sollte, sonst ist das Spiel genau so vorbei, als würde man gegen einen Gegner stoßen oder vom Ufo eingesaugt zu werden. 🙂

 

 Sind die schon angesprochenen Plattformen am Anfang noch sehr zahlreich vorhanden, werden diese im Laufe des Spieles immer weniger. Dann muss man schon recht genau zielen um die Nächste zu treffen. Immer wieder tauchen Plattformen auf die unter einem wegbrechen und auf die man somit nicht springen darf. Als weiteres Hindernis kommen später noch sich bewegende Plattformen hinzu und Plattformen die nur einen Sprung aushalten und dann verschwinden. Somit wird der Schwierigkeitsgrad natürlich auch immer höher.

 Wenn die Plattform einmal vom Bildschirm verschwunden ist, ist sie endgültig weg. Fällt man also neben die letzte sichtbare Plattform fällt man nach unten und das Spiel ist vorbei. So bleibt einem nichts anderes übrig als immer weiter nach oben zu kommen. 🙂

Die Level werden jedes Mal im Zufallsprinzip erstellt, so dass jeder neue Versuch in einem etwas anderen Umfeld spielt. Auch das macht das Ganze sehr herausfordernd. Ziel ist es möglichst hoch hinaus zu kommen um so möglichst viele Punkte zu erhalten.

 Mittlerweile wurden auch weitere Welten hinzugefügt. So gibt es neben der Collegeblock-Oberfläche nun auch eine Winterlandschaft in der der Doodler wie der Weihnachtsmann aussieht. Außerdem eine Jungel-Landschaft, eine Weltraum-Landschaft und eine Geisterumgebung. In dieser geht das einzige Licht vom Doodler aus und das macht es wirklich extrem schwierig die Plattformen auf denen man steht von denen zu unterscheiden, die unter einem zusammen brechen.

Pro und Contra

 Tja, was soll ich sagen, es gibt kein Contra! 🙂 Das Spiel ist unglaublich süchtig machend. Der Zusatz „ACHTUNG: Höchste Ansteckungsgefahr!“ klingt etwas arrogant, trifft es aber perfekt. Die einfache Steuerung, das geniale Spielkonzept, das einfache Design sind wirklich einmalig. Es ist perfekt um schnell mal nebenher eine kleine Partie zu spielen und die Highscore nach oben zu treiben. Mit der Möglichkeit seine Ergebnisse direkt auf Facebook und Twitter zu veröffentlichen, ist dann auch die Gelegenheit zum Schw…-Vergleich vorhanden. 😉

Fazit

 Doodle Jump ist unglaublich süchtig machend, man will immer noch eine weitere Runde mehr spielen. Das einfache Spielprinzip passt perfekt zur einfachen Aufmachung. An diesem Spiel gibt es nichts auszusetzen, nur eine ganz klare Kaufempfehlung. Jeder der ein iPhone besitzt sollte Doodle Jump haben, hier haben die Jungs von Lima Sky ganze Arbeit geleistet.