Eine Schnee-brise im September?

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Bild von mobile-talk.de

 Ich konnte es mal wieder nicht lassen… GameCenter ist eigentlich uninteressant für mich. Aber irgendwie hat es mich doch geärgert, dass Apple es den Besitzern des iPhone 3G vorenthält. Aber es gibt ja das Internet und so gab es einige Anleitungen wie man es trotzdem auf sein Gerät bringen kann. Z.B. auf redparkz.de, aber auch auf vielen anderen Seiten. 

 Da es das noch nicht direkt in Cydia als Paket zur Installation gibt, muss man die Schritte alle „von Hand“ selbst machen. Das beinhaltet einen Zugang per SSH aufs iPhone und das kann schon mal eine haarige Sache sein. Wenn man hier nicht aufpasst, kann man sich schonmal schnell das iPhone komplett zerschießen. Aber ein bisschen Nervenkitzel muss dann ab und zu doch sein! 😉

 Das Ganze war wirklich nicht einfach und ich hasse es, wenn Anleitungen nicht wirklich Schritt für Schritt vorgehen! So war es z.B. so, dass der Ordner den man ins Dateisystem kopieren musste lt. Anleitung anders hieß als der, der im Paket enthalten war, das man herunter geladen hatte. Warum?!? Dann hat die Datei die eigentlich GameCenter, das Wallpaper auf dem Springboard und Multitasking freischalten sollte, Multitasking NICHT freigeschaltet hat… Aber letztendlich habe ich GameCenter doch zum Laufen gebracht. Wie sich aber später heraus gestellt hat, leider nur halb… Zum Einen hatte es kein Icon, es gab nur einen weißen Platzhalter. Zum Anderen wurde das eine GameCenter-Spiel, welches ich mir extra herunter geladen hatte, nicht von GameCenter erkannt. 🙁 (Das war übrigens Pix’n Love Rush, lustiges Pixel Jump & Run!) Es scheint zwar auch zu funktionieren, aber ich wollte nicht noch mehr an meinem iPhone rumpfuschen. 

 Und da ich ein Freund davon bin, dass Dinge aufgeräumt sind (jedenfalls meine Technik-Gadgets…), wollte ich alle Spuren von GameCenter wieder los werden. Wer sich den Prozess aber genauer anschaut stellt schnell fest, dass es teilweise nötig ist, Dateien tief im Dateisystem zu platzieren, bzw. zu ändern. Da es mir zu haarig erschien das nach der Anleitung einfach wieder in umgekehrter Reihenfolge zu entfernen, wollte ich die Firmware mal wieder erneut aufspielen. Das bedeutete natürlich, dass ich es anschließend wieder Jailbreaken musste. Leider gab es aber kein MacBook Pro das ich benutzen konnte, und so entschied ich mich dafür, sn0wbreeze zu nutzen welches in den letzten Tagen für Windows erschienen ist. 

 Die Sache hier läuft etwas anders ab als bei redsn0w (was haben die alle mit Schnee?!?), und ist in meinen Augen etwas komplizierter. Und so hat es auch eine ganze Weile gedauert bis es endlich geklappt hat. Immer wieder ist das Aufspielen mit iTunes abgebrochen und ich sah meine Felle schon davon schwimmen. Dazu kam, dass das iPhone im Restore-Modus fest hing und sich nicht mehr zurück holen ließ! Also iOS 4.1 komplett leer neu aufspielen und es damit noch einmal versuchen. Einige Anläufe und einen Haufen verlorener Nerven später hat es dann aber doch endlich geklappt. Dann musste ich nur noch das Backup wieder aufspielen und alles hat wieder ohne Probleme funktioniert. 

 Aber das ist mal wieder typisch für mich. Statt einfach zu warten, muss ich natürlich wieder alles direkt haben. Na ja, auch hier ist das iPhone wirklich genial. Wenn irgend etwas schief geht: Einfach das Gerät wiederherstellen und alles läuft wieder! 🙂

 Da fällt mir ein: Gibt es nicht irgendwo eine Anleitung um HDR auch aufs zu holen? 😉

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Ausgebrochen

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 So, seit 2 Tagen habe ich endlich iOS 4.1 auf meinem iPhone 3G. Saurik und seine Jungs haben es geschafft, die erste Beta von redsn0w heraus zu bringen. Leider zunächst nur für den Mac, aber man hat ja nette Kollegen die einem in einer solchen Situation mit einem MacBook Pro helfen. 🙂 

 Der Umstieg auf iOS 4.0 war für manchen Besitzer eines iPhone 3G eine ganz schöne Qual. Während es wohl wirklich Fälle gab bei denen das iPhone im Grunde nicht mehr nutzbar war, hatte ich „nur“ massive Geschwindigkeits-Probleme. Öffnete man den iPod oder die Einstellungen, konnte man sich durchaus schon mal einen Kaffee machen. Zurück auf 3.1.3 wollte ich aber auch nicht, da Multitasking einfach zu genial ist. (ja, mir gefällt die Form des „Multitasking“ von Apple! 🙂 

 Als dann 4.1 raus gekommen ist und der Geschwindigkeits-Schub der damit verbunden sein sollte, konnte ich trotzdem noch nicht upgraden, da mir der Jailbreak fehlte. Und wenn man mal MyWi, Multitasking und LockInfo genutzt hat, will man das wirklich nicht mehr missen. Und so musste ich zunächst warten und mit der Geschwindigkeit leben. Jetzt aber habe ich endlich den Jailbreak und konnte ihn 2 Tage ausführlich testen. 

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 redsn0w selbst ist wirklich einfach (wie mein Kollege Seagers mit großen Augen auch festgestellt hat 😉 ). Hier kann man auch direkt auswählen, ob man Multitasking, die Prozentanzeige der Batterie und das Wallpaper auf dem Springboard haben möchte. Innerhalb von 5 Minuten ist die ganze Prozedur erledigt. Ich hab mich übrigens dafür entschieden, das iPhone komplett neu aufzusetzen, um nicht irgendwelche Altlasten mitzuschleppen. Schließlich ist der Jailbreak ein tiefer Eingriff die Innereien des iPhone und man muss schon ein bisschen aufpassen. Man schaltet teilweise Funktionen frei, für die das Telefon nur bedingt geeignet ist. 

 Das Erste was jeder der sein iPhone Jailbreakt machen sollte, ist ein neues Root- und Mobile-Passwort zu vergeben. Man sollte immer bedenken, dass man das Telefon im wahrsten Sinne aufbricht und Code ausführt. Im Falle des Jailbreak ist das eine tolle Sache! Aber auch Angreifer können diese Lücke jetzt ausnutzen, da das Passwort welches das System schützt allgemein bekannt ist. Anleitungen wie man das Passwort ändert gibt es genügend im Netz. 

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 Anschließend kann man dann über Cydia (welches dann auf der 2. Seite im iPhone erscheint) ganz einfach neue Programme installieren, die Apple nicht unbedingt auf seinem Telefon sehen möchte. Als erstes kommt bei mir grundsätzlich SBSettings. Hier öffnet man per Wischen über die Statusleiste ein kleines Pop-Up, mit dem man sehr schnell Funktionen ein- und ausschalten kann. WiFi, 3G, Bluetooth usw. Wer öfter WLAN im Telefon ein- und ausschalten will merkt sehr schnell, dass das recht nervig sein kann. Über SBSettings ist dies aber genial einfach.

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 Mit SBSettings kommt automatisch auch Activator. Hier kann man verschiedene Funktionen direkt auf die Buttons des iPhones legen. So klicke ich z.B. doppelt auf den Sleep-Button, um den iPod zu starten und stoppen. Über die Volume-Buttons kann ich außerdem einen Track vor- und zurück klicken. Genial!

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 Für mich super-wichtig ist außerdem MyWi. Dabei wird das iPhone zu einem mobilen WiFi-Hotspot. Damit kann ich mit meinem iPad, welches kein 3G hat, ganz einfach über das iPhone online gehen. 

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 Realtiv neu ist bei mirLockInfo. Hier wird der Lockscreen zur Info-Zentrale. Mit einem kurzen Blick auf den Lockscreen kann ich aktuelle Termine sehen, welche Mails habe ich noch, gibt es neue SMS oder Benachrichtigungen. Fantastisch!

 Ich kann jedem 3G-Besitzer nur empfehlen dieses Update zu machen. Die Geschwindigkeit ist merklich besser geworden. In einigen Anwendungen mehr (Hipstamatic) in anderen weniger (iPod). Aber die gesamt-Performance ist definitiv besser geworden. Der Jailbreak funktioniert einwandfrei und auch die Apps und Funktionen die man freischalten/installieren kann, laufen ohne Probleme. Ich bin sehr zufrieden!

 Jetzt fehlt nur noch, dass man die HDR-Fotografie auch auf dem 3G freischalten kann. Es gibt zwar einige Anleitungen das Ganze über SSH zu machen, bei mir hat’s aber nicht funktioniert. 🙁 Ich bin mir aber sicher, dass das noch kommt. 

 Wer jetzt sagt „Jailbreak ist böse, das sollte man nicht machen!“: Viele Funktionen die Apple in den letzten Jahren tröpfchenweise aufs iPhone gepackt hat und es immer als große Innovation gefeiert hat, kamen schon sehr früh von den Jailbreakern (Multitasking, Ordner und vieles mehr)! Ich bin mir sicher, ohne diese Szene wären wir um viele Funktionen die das iPhone heute von Apple von Haus aus bekommen hat ärmer. Bitte liebes iPhone Dev-Team: Macht weiter so mit eurer hervorragenden Arbeit! Ich kann mir kaum vorstellen wie viel Arbeit Ihr da rein steckt. Von mir ein herzliches: Danke! 🙂

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